Von David Müller, Gründer & Umzugsexperte, bekannt aus SAT.1
Zuletzt aktualisiert am 25. Mai 2026
Ein Umzug mit Aquarium leicht gemacht - 5 Tipps, damit der Umzug für ihre Fische kein Sprung ins kalte Wasser wird
Ein Wechsel in eine neue Wohnung mit einem Aqarium ist eine Mission für sich und bedarf einer sorgfältigen und zeitaufwendigen Vorbereitung. Da es sowohl für das Behältnis sowie für die Fische viel zu riskant wäre, das komplette Aquarium einfach in den Transporter zu stellen, ist eine geeignete Ausrüstung unabdingbar. Wir stellen Ihnen Schritt für Schritt hilfreiche Tipps vor, damit ihr nächster Umzug mit ihren geliebten Fischen gut verläuft.
1) Das richtige Material in einem Baumarkt / Zoofachhandel besorgen
Damit du am Umzugstag gut vorbereitet bist, solltest du dir im Vorfeld passendes Equipment aus dem Baumarkt oder einem Zoofachhandel besorgen. Für einen Transport benötigst du sogenannte Fischtransportbeutel mit Gummibändern zum Verschließen. Auch stabile Transportboxen sind hierfür geeignet. Mehrere dieser Fischtransportbeutel kannst du problemlos in einer Styroporkiste aufbewahren, um deinen Fischen eine angenehme Temperatur zu gewährleisten.
Für einen Umzug über mehrere Stunden wäre es sinnvoll eine Sauerstoffflasche mit Druckminderer zu kaufen. Hierfür solltest du dich jedoch von einem Fachspezialisten in der Zoohandlung gut beraten lassen, da der Sauerstoffverbrauch ist von der Größe und der Art der Fische abhändig ist. Am stressfreisten ist es für deine Fische, die Beutel mit so viel altem Wasser wie möglich zu befüllen.
Besorge dir dafür einen simplen Wasserkanister, mit dem du dieses aus dem Aquarium herausschöpfen kannst. Die Wasserpflanzen, Dekorationen und auch den Kies, kannst du in verschließbaren Eimern oder Kunststoffboxen transportieren. Für das Glasbehältnis selbst besorgst du dir stabile Pappen, Luftpolsterfolie oder Umzugsdecken, damit keine Risse oder sogar Brüche entstehen. Auf dem Transporter selbst verwendest du Zurrgurte und eine Antirutschmatte, um dein Aquarium zu fixieren. Ziehe die Gurte nicht zu fest, damit auch in den letzten Zügen keine Unfälle passieren.
2) Deine Fische sicher transportieren
Nachdem du all das passende Equipment für den Umzugstag besorgt hast, sind deine Fische an der Reihe transportsicher verpackt zu werden. Um die Fische ohne Stress einzufangen, solltest du mit dem Messbecher sanfte Bewegungen im Wasser machen, um sie einzufangen. Der Sauerstoffgehalt ist in den Fischtransportbeuteln nur knapp bemessen, sodass es empfehlenswert ist, die Fische für die Zeit in einer großen Wanne oder einem großen Eimer unterzubringen.
Ganz wichtig, wie auch im ersten Tipp erwähnt: Die Fische müssen unbedingt in ihrem gewohnten Wasser verbleiben! Sobald du die Fische in die Transportbeutel machst, befüllt du die Beutel mit zwei Teile Luft und einem Teil Wasser. Auch das kannst du dir noch einmal genau von einem Zoofachhändler ordnungsgemäß
zeigen lassen. Achte darauf, dass du Fische miteinander in einen Beutel verpackst, die sich gut verstehen. Welse zum Beispiel geben bei Stress Gifte ab, auf die andere Fischarten negativ reagieren können. Bei Fischen mit Spitzen Flossen solltest du zur Sicherheit einen zweiten Beutel drüber stülpen.
Sie legen dann alle Transportfischbeutel in eine Styroporbox und verschließen diese mit einem Deckel. Der Vorteil einer Styroporbox ist zum einen, dass die Dunkelheit durch Verschluss sehr beruhigend auf die Fische wirkt. Zum anderen ist sie wärmeisolierend, sodass die Fische im Sommer oder auch im
Winter keine großen Temperaturschwankungen ausgesetzt sind.
3) den Filter entfernen
Sind deine lieben Fische alle transportsicher verpackt, kannst du anschließend den Filter feucht in einer Plastiktüte verpacken. Wichtig ist, dass du nicht in Versuchung kommst, den Filter zu reinigen, da die Mikroorganismen ebenfalls sehr wichtig für deine Fische sind. Rissige und spröde Schläuche kannst du gerne austauschen.
4) das Aquariumwasser abfüllen
Das Wasser ist der wichtigste und gewohnte Lebensraum für deine Fische. Es befinden sich wichtige Mikroorganismen darin, die die Gesundheit der Fische begünstigen. Deshalb solltest du auch so viel Wasser wie möglich des alten Wassers mitnehmen. Natürlich ist es kein Problem nach dem Umzug das alte Wasser mit neuem Wasser aufzufüllen. Nehme hier jedoch am Besten Wasser, dass seit mehr als 24 Stunden gestanden hat und das kalt aus dem Wasserhahn kam, um Spuren von Kupfer zu vermeiden. Kippe dieses nach und nach in das Aquarium, damit sich die Fische daran gewöhnen können.
Am sinnvollsten ist es die Fische in der Styroporbox mit deinem privaten PKW zu transportieren. Sollte sich der Transport nämlich unerwartet wegen Stau etc. verzögern so hat man schnell Zufriff und man kann die Fische notfalls mit Sauerstoff versorgen.
5) Im neuen zu Hause den richtigen Platz für das Aquarium finden
Lärm und Bewegungen sind für deine Fische ein großer Stressfaktor, deshalb ist nicht jeder Platz in deiner Wohnung für ein Aquarium optimal. Ein mit Wasser befülltes Aquarium ist schwer. Es empfiehlt sich deshalb dieses immer an einer tragenden Wand auf einem massiv gebauten Schrank zu stellen.
Fische mögen, wie vorher erwähnt, keine Temperaturschwankungen, sodass das Aquarium keiner direkten Sonneneinstrahlung oder der direkten Wärme einer Heizung ausgesetzt sein sollte.
Hast du einen guten Platz mit den entsprechenenden Anforderungen gefunden, sollte das Aquarium schnellstmöglich angeschlossen werden. Zuerst bedeckst du das Glasbehältnis mit Kies. Danach kannst du das mitgebrachte Altwasser einfüllen und eventuell mit neuem Wasser befüllen. Als nächstes werden die Pflanzen und Dekorationen eingesetzt und der Filter sowie die Schläuche verlegt. Erst zum Schluss kommen die Fische in ihr neues zu Hause und können sich Schritt für Schritt an die neue Umgebung gewöhnen. Erfahrungsgemäß brauchst du die Fische am Umzugstag nicht füttern, da sie durch den Stress meist nichts fressen werden.
Wenn du diese Schritte befolgst werden sich deine Fische mit Sicherheit innerhalb kurzer Zeit im neuem zu Hause heimisch fühlen!

Als Möbelpacker hatte ich bereis früh in meinem Leben Kontakt mit der Umzugsbranche. Heute unterstütze ich bei Umzug-Berlin.de unsere Kunden dabei, dass sie einen reibungslosen Umzug erleben. Darüber hinaus bin ich für das Marketing und die Partnerakquise verantwortlich.
So gelingt der Aquarium-Umzug Schritt für Schritt
Aquarium-Umzug ohne Verluste, die wichtigsten Schritte vor, während und nach dem Transport. Wer hier Fehler macht, riskiert tote Fische und ein gerissenes Becken.
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1 Woche vor dem Umzug: Fische langsam vorbereiten
Fütterung schon 2 Tage vor dem Umzug einstellen, Fische müssen mit leerem Verdauungstrakt transportiert werden, sonst belasten Ausscheidungen das Transportwasser. Wasserwerte messen und sicherstellen, dass das Becken in gutem Zustand ist (kein Algenboom, keine Krankheiten).
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Umzugstag: Fische in Transportbeutel umsetzen
Jeden Fisch einzeln (oder kleine Gruppen) mit Aquariumwasser in einen dicken Transportbeutel setzen, zu 1/3 mit Wasser, 2/3 mit Luft (Sauerstoff). Beutel doppelt verknoten und in einer dunklen, isolierten Box transportieren. Bei längeren Strecken (> 2 Stunden) Sauerstoff-Tabletten verwenden.
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Wasser sichern und Becken leeren
Möglichst viel Aquariumwasser (mind. 50–70%) in saubere Kanister abfüllen, dieses Wasser brauchst du am neuen Standort, um die biologische Filterung nicht zu verlieren. Pflanzen feucht in einer Box mit Aquariumwasser zwischenlagern. Bodengrund nass im Eimer transportieren.
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Filter feucht halten, der wichtigste Schritt
Der Filter beherbergt die Bakterienkultur, die das Becken biologisch stabil hält. Filtermedien dürfen nie austrocknen oder durchfrieren. Filter feucht und mit Aquariumwasser in einem geschlossenen Behälter transportieren. Niemals reinigen oder mit Leitungswasser spülen, Bakterien sterben sofort ab.
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Becken sicher transportieren
Leeres Becken in Decken einwickeln, niemals an den Streben heben (Glas kann reißen). Aufrecht auf dem LKW transportieren, gegen Verrutschen sichern. Profi-Tipp: vor dem Transport prüfen, ob alle Silikonfugen noch intakt sind, bei alten Becken (>5 Jahre) ist ein Transport oft riskant.
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Aufbau am neuen Standort
Becken aufstellen, Bodengrund und Dekoration einsetzen. Mit dem gespeicherten Aquariumwasser auffüllen, Rest mit aufgesalzenem und entchlortem Frischwasser. Filter direkt anschließen, die Bakterien sind nur 4–6 Stunden ohne Strömung überlebensfähig. Heizung einschalten, auf passende Temperatur bringen.
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Fische eingewöhnen, nicht einfach reinkippen
Transportbeutel 15–20 Minuten ins Becken hängen, damit sich die Temperatur angleicht. Dann alle 5 Minuten etwas Beckenwasser in den Beutel geben, so gewöhnen sich die Fische an die leicht veränderten Wasserwerte. Erst nach ca. 30 Minuten Fische vorsichtig ins Becken setzen. Kein Beutelwasser ins Aquarium kippen!
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Erste Tage: Beobachtung statt Fütterung
Die ersten 24 Stunden Fische beobachten, aber nicht füttern. Stress baut sich langsam ab, die biologische Filterung muss sich stabilisieren. Erst am 2. Tag mit kleinen Mengen anfüttern. Wasserwerte täglich messen (Ammoniak, Nitrit, Nitrat), bei Auffälligkeiten 30% Wasserwechsel mit aufbereitetem Frischwasser.
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